Herausforderndes Verhalten bei Kindern ist nicht das Problem. Es ist ein Signal dafür, dass sie Unterstützung brauchen.

Kinder drücken über ihren Körper aus, was sie noch nicht regulieren, verstehen oder in Worte fassen können.

Verhaltensweisen wie Aggression, emotionale Ausbrüche, Rückzug oder starke Intensität sind oft keine Zeichen für ein „schwieriges“ Kind, sondern sinnvolle Reaktionen auf inneren Stress oder Überforderung.

Statt zu fragen: „Was stimmt mit diesem Kind nicht?“ kann es hilfreicher sein zu fragen: „Welches Unbehagen versucht dieses Kind gerade zu bewältigen?“

Kindliche Verhaltensweisen und was sie bedeuten könnten

Kinder erleben die Welt in erster Linie über ihren Körper.

Wenn etwas zu intensiv, verwirrend oder überfordernd ist, reagiert der Körper oft lange bevor Worte zur Verfügung stehen.

So betrachtet wird Verhalten zu einer wichtigen Information und nicht zu einer Diagnose.


Einer der wichtigsten Grundsätze meiner Arbeit ist: Eltern sind nicht das Problem.

Eltern sind ein wichtiger Teil der Regulationsumgebung ihres Kindes.

Wenn Eltern selbst überfordert, getriggert oder erschöpft sind, wird Regulation für alle Beteiligten schwieriger. Das ist kein Versagen, sondern menschlich.

Ein ruhiger, geerdeter Elternteil ist eines der stärksten Hilfsmittel, die ein Kind haben kann.

Die Rolle der Eltern: nicht nur Korrektur, sondern Unterstützung


Traditional talk therapy with children often:

  • relies on verbal insight

  • asks children to explain feelings they can’t access yet

  • addresses behaviour cognitively rather than somatically

This can be helpful for older children but often misses the body component.

The Grinberg Method:

  • meets the child where they are developmentally

  • works directly with the nervous system

  • changes behaviour by changing how discomfort is handled

  • avoids pathologising or labelling

Talk therapy vs Grinberg Method for children


Unterschiedliche Ansätze können in der Arbeit mit Kindern sinnvoll sein:

  • Erziehungsberatung für pädagogische Tipps oder um unterschiedliche Herangehensweisen der Erziehenden zu besprechen

  • Systemische Therapie: versteht das Verhalten des Kindes im Kontext der beteiligten Menschen und Beziehungen

  • Aufsuchende Familienhilfe: Kommt in die gewohnte Umgebung und kann in realen Situationen beobachten und Veränderung erwirken.

  • Psychologische Diagnostik: Zu wissen ob ein Kind evtl. hochbegabt oder auf dem Autismus-Spektrum ist sind grundlegende Informationen

Die Grinberg Methode

  • begegnet dem Kind dort, wo es entwicklungsmäßig gerade steht

  • arbeitet direkt mit dem Nervensystem

  • verändert Verhalten darüber, wie mit Unbehagen umgegangen wird

  • vermeidet vorschnelle Etikettierungen oder Pathologisierung

Traditionelle Gesprächstherapie vs. Grinberg Methode bei Kindern


Warum die Grinberg Methode besonders gut mit Kindern funktioniert

Kinder sind noch nicht fest in ihren Bewältigungsstrategien verankert. Ihre Muster sind noch beweglich und formbar.

Wenn wir körperlich statt rein kognitiv arbeiten, können wir Kinder dabei unterstützen, gesündere Wege im Umgang mit Stress zu entwickeln, bevor sich bestimmte Verhaltensweisen zu langfristigen Mustern verfestigen.

Statt einem Kind beizubringen, sich einfach „zusammenzureißen“, helfen wir ihm dabei:

  • zu erkennen, was im eigenen Körper passiert

  • bei starken Empfindungen präsent zu bleiben

  • zu lernen, dass sie Unbehagen erlauben können ohne das etwas schlimmes passiert

Das stärkt Selbstvertrauen von innen heraus.

Eltern sind in Kindersitzungen anwesend und einbezogen, damit klare Kommunikation möglich ist.


Warum es für Eltern sinnvoll ist, selbst Sitzungen zu nehmen

Oft ist es auch für Eltern sehr sinnvoll, selbst Sitzungen zu nehmen.

Nicht weil die Eltern „das Problem“ sind, sondern weil Elternsein durch den Körper geschieht und nicht nur über den Kopf.

Wenn ein Kind dysreguliert ist, also zum Beispiel wütend, ängstlich, zurückgezogen oder trotzig, reagieren Eltern immer auch mit dem Körper:

Z.B. spannen sie die Schultern an. Die Atmung wird flach. Der Kiefer wird fest. Die Geduld wird kürzer usw.
Diese Reaktionen sind kein Fehler. Sie sind automatische Überlebensreaktionen.

Wenn sie jedoch chronisch werden, kann sich Elternsein wie ein Zustand ständiger Alarmbereitschaft anfühlen.

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